Nöttinger Viehweide und Badertaferl, Naturschutzgebiet in Geisenfeld und Ernsgaden, Deutschland.
Die Nöttinger Viehweide und Badertaferl ist ein Naturschutzgebiet mit etwa 148 Hektar, das von trockenen Grasflachen, Wacholderstruchern und vereinzelten Baumen geprägt wird. Das Terrain zeigt ein vielfaltiges Mosaik aus offenen Wiesen und bewaldeten Bereichen mit naturlicher Topografie.
Das Gebiet wurde seit dem Mittelalter durch Viehzucht mit Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen geprägt und geformte auf diese Weise die Landschaft. Bis 1803 gehörte die Flache zum Kloster Geisenfeld, bevor sie sich in andere Hande begab.
Das Gebiet wird durch traditionelle Hutungswirtschaft geprägt, bei der Schafe und Ziegen grasen und seltene Pflanzen wie die Sibirische Schwertlilie erhalten bleiben. Diese Art der Landnutzung hat eine lange Tradition und formt bis heute das Aussehen der Wiesen und Hügel.
Hunde müssen auf dem gesamten Gelande an der Leine gefuhrt werden, um Weidetiere und die Tierwelt zu schutzen. Dies ist besonders wichtig wahrend der Brutzeit und Weideperioden, wenn Vogel und Tierwelt am empfindlichsten sind.
Das Gebiet beherbergt seltene Fledermausarten wie die Bartstumpfnase und die Wasserfledermaus, die hier ideale Bedingungen finden. Auch spezialisierte Kaferarten wie der Hirschkafer und der Alpenbock sind in diesem Mosaik aus offenen und bewaldeten Flachen anzutreffen.
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