Pfahl, Nationales Geotop in Bayern, Deutschland
Der Pfahl ist eine natürliche Quarzader, die sich über etwa 150 Kilometer durch den Bayerischen Wald erstreckt und teilweise bis zu 30 Meter hoch aufragt. Diese weiße Gesteinswand durchzieht die nordöstliche Waldregion und bildet eine auffällige Struktur in der Landschaft.
Diese Gesteinsformation entstand vor etwa 275 Millionen Jahren, als mineralhaltige Flüssigkeiten in Risse der Erdkruste eindringen und kristalline Ablagerungen bildeten. Der Prozess fand während der variskischen Gebirgsbildung statt, die die geologischen Strukturen Europas formte.
Die örtliche Bevölkerung nennt diese Naturformation wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens in der Landschaft seit langem das Teufelswall. Besucher können heute noch erkennen, warum diese Bezeichnung entstanden ist, wenn sie die weiße Felswand inmitten der Waldlandschaft sehen.
Besucher sollten wissen, dass dieser Ort am besten bei trockenem Wetter erkundet wird, da die Felsoberfläche bei Nässe rutschig werden kann. Die bequemste Zeit für einen Besuch ist von Mai bis September, wenn die Wege leicht zu begehen sind und die Sicht auf die Umgebung optimal ist.
Die Gesteinsmasse enthält bis zu 98 Prozent Kieselsäure und zeigt aufgrund von Eisenverbindungen Farbvariationen von Weiß bis zu Gelb, Rot und Grau. Bis 1993 wurde das Quarz aus dieser Formation abgebaut und später für die Herstellung von Siliziumlegierungen verwendet.
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