Reitergrab von Schnelsen, Sächsisches Kriegergrab in Schnelsen, Deutschland
Das Reitergrab von Schnelsen ist eine frühmittelalterliche Grabstätte in Hamburg, die die sterblichen Überreste eines Kriegers zusammen mit seinem Pferd enthält. Die beiden wurden in einer Holzkammer beigesetzt und mit Steinen bedeckt, was auf aufwendige Bestattungsrituale hindeutet.
Die Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts und wurde 1952 während Bauarbeiten entdeckt. Der Fund zeigt frühmittelalterliche Bestattungspraktiken und gibt Einblick in die Beisetzungskultur dieser Zeit.
Das Grab enthält Waffen wie einen sächsischen Langsax, ein Messer und eine Lanzenspitze, die mit ihren Spitzen nach Norden ausgerichtet sind.
Die archäologischen Funde von dieser Stätte werden in der Dauerausstellung des Archäologischen Museums Hamburg im Stadtteil Harburg gezeigt. Man kann die Objekte dort besuchen, um mehr über die frühgeschichtliche Zeit zu erfahren.
Diese Grabstätte gehört zu einer seltenen Gruppe von Reitergräbern nördlich der Elbe, was auf den hohen sozialen Status des Verstorbenen hindeutet. Beigaben wie ein langer sächsischer Sax, ein Messer und eine Speerspitze mit nordwärts gerichteten Spitzen zeigen die Bedeutung des Kriegers.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.