Reiterhaus, Umgebindehaus und Stützmauer in Neusalza-Spremberg
Das Reiterhaus ist ein altes Umgebindebauwerk in Neusalza-Spremberg, das vor 1660 als kleine Bauernwirtschaft errichtet wurde und sich durch seine charakteristische hölzerne Konstruktion auszeichnet. Das Gebäude verfügt über mehrere authentische Räume mit Originaleinrichtungen, darunter ein Weberstübchen, eine Schusterstube, Schlafbereiche und Ausstellungsräume, die das handwerkliche Leben des 19. Jahrhunderts dokumentieren.
Das Gebäude wurde vor 1660 als Farmwirtschaft gegründet und entwickelte sich über Jahrhunderte durch mehrere Umbauten, insbesondere um 1800, als ein westlicher Anbau mit Ziegelboden und Holzkonstruktion hinzugefügt wurde. Ab 1938 wurde das Haus als Kulturdenkmal anerkannt und 1939 von der Stadt erworben, was seinen Schutz und seine spätere Umwandlung in ein Museum sicherte.
Das Haus trägt seinen Namen wegen einer hölzernen Reiterfigur, die seit 1874 an der Giebelseite angebracht ist und aus einem lokalen Fest stammt. Diese Figur symbolisiert das Ritterstechen, ein altes Spiel, das in der Region beliebt war und noch heute an ähnlichen Symbolen an anderen traditionellen Häusern erkennbar ist.
Das Haus befindet sich an einer Hauptstraße und ist leicht erreichbar, mit Ausstellungen in mehreren Räumen und einem Weberstübchen, das die Handwerkstechniken zeigt. Besucher können das Gebäude sowohl in warmen Monaten als auch auf vorherige Arrangement besichtigen und sollten genug Zeit einplanen, um die verschiedenen Räume und ihre Ausstellungen in Ruhe zu erkunden.
Die hölzerne Reiterfigur wurde 1874 von einer jungen Frau namens Christiane Louise Schniebs nach einem Fest mitgebracht, einem Preis aus einem lokalen Ritterstechen-Wettbewerb. Dieses ungewöhnliche Kunstwerk auf dem Giebel ist heute das markanteste Merkmal des Hauses und unterscheidet es von anderen historischen Gebäuden in der Region.
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