Sanatorium Apolant, Architektonisches Denkmal in Bad Kissingen, Deutschland.
Das Sanatorium ist ein zweisprachiges Gebäude an der Menzelstraße mit barockinspiriertem Jugendstildesign und geometrischen Mustern, das aus Stahlbeton konstruiert wurde. Die Struktur umfasst zwei separate Adressen und zeigt die aufwendige handwerkliche Arbeit dieser Architekturepoche.
Der Arzt Dr. Edgar Apolant aus Berlin gründete das Sanatorium 1906, und zwischen 1912 und 1913 wurde es durch einen zusätzlichen Bau des Architekten Paul Schultze-Naumburg erweitert. Diese Expansion markierte seine Blütezeit als medizinische Einrichtung in der Region.
Das Gebäude bewahrt die Erinnerung an Ella Apolant, die dort arbeitete, bevor sie im Zweiten Weltkrieg ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurde. Ein Gedenkstein im Haus erinnert an ihr Schicksal und macht die dunkle Geschichte des Ortes für Besucher sichtbar.
Das Gebäude ist in der Liste der Baudenkmäler Bayerns registriert und befindet sich auf der Menzelstraße in Bad Kissingen. Besucher können die Fassade und die äußeren Merkmale von der Straße aus betrachten, wobei der genaue Zugang von der aktuellen Verfügbarkeit abhängt.
Seit seiner Schließung 1978 ist das Gebäude unter strengen lokalen Auflagen nicht für Wohnzwecke nutzbar, was zu zahlreichen gescheiterten Umnutzungsplänen geführt hat. Diese ungewöhnliche Regelung hat das Gebäude paradoxerweise vor modernen Umwandlungen bewahrt und sein historisches Aussehen erhalten.
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