Ringwall Rittershausen, Burg in Hessen, Deutschland
Der Ringwall Rittershausen ist eine alte Befestigungsstätte auf einem Hügel namens Hohen Lay in der Nähe des Dorfes Rittershausen. Die Anlage bestand aus drei Wällen mit vorgelagerten Gräben und war aus Holz und Stein gebaut, wobei heute nur noch flache Erdwälle und Vertiefungen in der Landschaft sichtbar sind.
Die Anlage wurde in der frühen La-Tène-Zeit um 450 v. Chr. erbaut und war damit über 2000 Jahre alt. Sie wurde etwa im 3. Jahrhundert v. Chr. zerstört und danach nicht wiederaufgebaut, was das Ende dieser Siedlung markierte.
Die Ringwall-Siedlung war nach den gefundenen Objekten ein Ort, an dem Menschen Bronze zu Schmuck wie Ringen, Halsketten und Ohrringen verarbeiteten. Diese handwerklichen Fähigkeiten und die Art der Herstellung zeigen, wie die damaligen Gemeinschaften lebten und welche Fähigkeiten sie besaßen.
Der Ort ist schwer zu erreichen und das umgebende Land ist schwierig zugänglich, doch einfache Wege führen an den alten Erdwällen vorbei. Besucher sollten das Gelände respektvoll behandeln, da es unter Denkmalschutz steht, und können die Umgebung mit Blick auf die sanfte Hügellandschaft genießen.
Bei früheren Grabungen zwischen 1911 und 1913 wurden Eisenwerkzeuge, Waffen, Töpferware und Schmuck gefunden, die Einblicke in das Leben vor über 2000 Jahren geben. Bedauerlicherweise sind die ursprünglichen Grabungsdokumente verloren gegangen, sodass Experten die Artefakte weiterhin untersuchen, um mehr über die frühen Bewohner zu erfahren.
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