Ringwallburg Heunstein, Archäologische Stätte am Heunstein Berg bei Nanzenbach, Deutschland
Die Ringwallburg Heunstein ist eine alte keltische Befestigung, die sich über etwa 650 Meter entlang eines Bergkammes erstreckt und etwa 12 Hektar Fläche umfasst. Die Schutzwälle bestehen aus Holz, Erde und Stein und umgeben eine natürliche Quelle namens Heuweiher.
Die Befestigung stammt aus der späten Latène-Zeit und war ein Siedlungsplatz der Kelten. Archäologische Grabungen in den 1920er und 1930er Jahren unter Dr. Ferdinand Kutsch legten Funde und Strukturen frei, die die keltische Nutzung des Ortes dokumentierten.
Die Ringwallburg war ein Ort, an dem Menschen aus der Eisenzeit zusammenkamen und wirtschaftlich tätig waren. Hier wurden nicht nur Verteidigungsanlagen errichtet, sondern auch handwerkliche Tätigkeiten wie Metallverarbeitung ausgeübt, was zeigt, dass es sich um einen wichtigen Siedlungsplatz handelte.
Das Gelände liegt in einem bewaldeten Bereich nördlich von Dillenburg und ist zu Fuß zugänglich. Um Forschungsarbeiten oder das Sammeln von Funden durchzuführen, benötigt man vorher Genehmigung von den zuständigen Behörden.
Auf dem Gelände wurden Überreste von Kupferschmelzöfen aus der mittleren bis späten Latène-Zeit gefunden. Dies zeigt, dass die Bewohner nicht nur Krieger waren, sondern auch spezialisierte Handwerker, die Metall verarbeiteten.
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