Schleuse Wanne-Eickel, Schifffahrtsschleuse in Herne, Deutschland.
Die Schleuse Wanne-Eickel ist eine Schleuse am Rhein-Herne-Kanal in Herne und regelt den Wasserdurchfluss zwischen zwei Kanalabschnitten mit unterschiedlicher Höhenlage. Die Anlage besteht aus zwei Kammern, wobei die südliche Kammer etwa 190 Meter lang und 12 Meter breit ist und als aktive Kammer zum Einsatz kommt.
Die Schleuse wurde zwischen 1906 und 1914 erbaut und spielte eine Schlüsselrolle im Gütertransport für die Industrie der Ruhr. Ihr Ursprung liegt in der rapiden Industrialisierung der Region und dem Bedarf, Fabriken über Wasserwege zu verbinden.
Die Schleuse ist Teil der Industriekultur des Ruhrgebiets und zeigt, wie Wasserwege die Arbeitswelt der Region geprägt haben. Besucher können an den Strukturen ablesen, wie wichtig diese Verbindung für den Transport von Materialien und Waren war.
Die südliche Kammerschleuse arbeitet rund um die Uhr und ermöglicht Schiffen, einen Höhenunterschied von etwa 8,4 Metern zu überwinden. Besucher, die die aktive Schleuse beobachten möchten, finden beste Sichtpunkte an den öffentlichen Bereichen entlang des Kanals.
Die nördliche Kammer ist seit 2003 außer Betrieb und zeigt noch immer die Bauweise der frühen 1900er Jahre. Diese stillgelegte Kammer ermöglicht einen seltenen Blick auf die technische Konstruktion einer historischen Schleuse und ihre Komponenten.
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