Sachsenhain, Gedenkstätte und Wirtschaftswald in Verden, Deutschland
Sachsenhain ist ein Gedenkwald bei Verden mit etwa 4.500 Steinen, die entlang eines zwei Kilometer langen Wegs angeordnet sind. Im nördlichen Bereich stehen fünf nachgebaute Fachwerkhäuser, die den Ort als Lehr- und Gedenkstätte vervollständigen.
Der Wald wurde zwischen 1934 und 1936 unter nationalsozialistischer Herrschaft aufgebaut und sollte an eine umstrittene Ereignis vom Jahr 782 erinnern. Die Steinaufstellung und die Gestaltung des Ortes spiegeln die damaligen Interpretationen dieser Geschichte wider.
Der Ort trägt den Namen der historischen Sachsen und ihrer Anführer, und Besucher können an den Informationstafeln lernen, wie die Erinnerung an diesen Konflikt in den Wald eingewoben wurde. Die Wege und Steine selbst sind Teil dieser Erzählung, die Generationen von Besuchern geprägt hat.
Der Wald ist frei zugänglich und bietet ausgeschilderte Wege, die auch Familien mit Kindern gehen können. Die Informationstafeln entlang der Route erklären das Gelände, sodass ein Besuch ohne Führung möglich ist.
Landwirte der Gegend trugen alte Megalithsteine zu dem Gedenkmal bei, darunter Runensteine und Opfersteine, die aus ihren ursprünglichen Standorten verlegt wurden. Diese Steine verbinden lokale Traditionen mit der Gestaltung des modernen Ortes.
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