Salon Kitty, Spionagebordell in Charlottenburg, Berlin, Deutschland.
Salon Kitty war ein Bordell in der Giesebrechtstraße 11 im Berliner Stadtteil Charlottenburg, das während des Zweiten Weltkriegs als Abhörstation diente. In jedem Raum waren versteckte Mikrophone installiert, um Gespräche der Gäste heimlich aufzuzeichnen.
Der Sicherheitsdienst der SS übernahm 1939 die Kontrolle über das Etablissement und zwang die Inhaberin Kitty Schmidt zur Zusammenarbeit. Das Haus blieb bis zu seiner Zerstörung durch einen Luftangriff 1942 in Betrieb.
Die Einrichtung empfing deutsche Würdenträger, ausländische Diplomaten und hochrangige Militäroffiziere, die unwissentlich vertrauliche Informationen preisgaben.
Das Gebäude steht heute nicht mehr, wurde jedoch zu einem Thema mehrerer Filme und Bücher über Spionage im Zweiten Weltkrieg. Der Ort ist nur durch historische Aufzeichnungen und Zeitzeugenberichte dokumentiert.
Etwa zwanzig Frauen wurden speziell ausgebildet, um gezielt Informationen aus Gesprächen mit Diplomaten und Militärs herauszufiltern. Selbst hochrangige Personen wie Reinhard Heydrich und Graf Ciano besuchten das Haus und wurden dabei unwissentlich abgehört.
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