Schloss Lichtenstein, Neugotisches Schloss in Lichtenstein, Deutschland
Schloss Lichtenstein ist eine neugotische Burg, die auf einer 800 Meter hohen Klippe am Rand der Schwäbischen Alb thront. Das Gebäude überblickt das Tal der Echaz mit seinen massiven Steinmauern und zeigt typische Merkmale der romantischen Architektur des 19. Jahrhunderts.
Der Bau wurde zwischen 1840 und 1842 von Graf Wilhelm von Württemberg in Auftrag gegeben und basiert auf mittelalterlichen Fundamenten aus 1390. Das Projekt folgte dem Erfolg von Hauffs Roman und prägte damit eine neue Richtung in der deutschen Architekturgeschichte jener Zeit.
Das Schloss wurde als direkte Antwort auf Wilhelm Hauffs Roman von 1826 erbaut und zeigt, wie Literatur tatsächlich Architektur formen kann. Besucher sehen hier ein Gebäude, das romantische Ideale der damaligen Zeit verkörpert und diese Verbindung zwischen Fantasie und Realität deutlich macht.
Führungen finden in deutscher Sprache statt und ermöglichen es Besuchern, die Waffenkammer, Kapelle und Große Halle zu erkunden. Der steile Standort erfordert gute Wanderschuhe und körperliche Fitness, besonders beim Aufstieg zur Burg.
Das Schloss beherbergt ein Gemälde von Michael Wolgemut und Tafeln eines unbekannten Meisters, die seltene Beispiele mittelalterlicher Kunstfertigkeit zeigen. Diese Werke verdienen die Aufmerksamkeit der Besucher, da sie oft übersehen werden, obwohl sie zu den wertvollsten Objekten der Sammlung gehören.
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