Schiefe Brücke, Schifffahrtsaquädukt und Steinbrücke in Olfen, Deutschland.
Die Schiefe Brücke in Olfen ist eine aus Eichsfelder Sandstein erbaute Kanalbrücke mit besonderen Eckverstärkungen an ihrer Öffnung. Das Bauwerk verbindet eine Straße mit einem Wasserlauf in einem ungewöhnlichen Winkel und weist eine Durchfahrtshöhe von etwa 3,80 Metern auf.
Das Bauwerk entstand zwischen 1894 und 1897 nach Plänen von Karl Hinckeldeyn, dem damaligen königlich-preußischen Oberbaudirektor. Die Konstruktion zeigt die fortgeschrittene Ingenieurstechnik der späten Kaiserzeit.
Die Brücke zeigt handwerkliche Qualität in ihrer roten Sandsteingestaltung, die noch heute das Ortsbild prägt. Besucher können die sorgfältige Verarbeitung des Materials und die Details der Eckverstärkungen beobachten, die typisch für die Arbeitsweise dieser Zeit sind.
Die Brücke ist leicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen und über eine normale Straße zugänglich. Der Untergrund ist asphaltiert und die Struktur bietet ausreichend Platz für den modernen Verkehr.
Die Brücke erhielt ihren Namen durch den ungewöhnlichen Winkel von etwa 60 Grad, in dem sie die Straße kreuzt, statt wie damals üblich rechtwinklig anzuordnen. Diese schräge Anordnung macht sie zu einem besonderen Beispiel für die Lösungen, die Ingenieure finden mussten, um Platzbeschränkungen zu bewältigen.
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