Sender Wilsdruff, Rundfunksender in Wilsdruff, Deutschland.
Der Wilsdruff-Sendemast ist eine 153 Meter hohe Stahlgitterkonstruktion in Sachsen, die für Mittelwellenfunk ausgelegt war. Die Anlage besteht aus dem markanten Mast und zugehörigen Betriebsgebäuden, die das Gelände dominierten.
Der Sendemast wurde 1954 in Betrieb genommen und war zunächst mit 250 Kilowatt Leistung auf 1044 kHz aktiv. Nachdem die Technologie den Fortschritt nicht mehr mitging, endete der Sendebetrieb 2013 und das Bauwerk wurde unter Denkmalschutz gestellt.
Der Sendemast prägt das Landschaftsbild der Region und zeigt, wie wichtig Rundfunktechnik für die Bevölkerung war. Seine Erhaltung als Denkmal verdeutlicht die Wertschätzung für diese Infrastruktur, die Generationen von Menschen mit Informationen und Unterhaltung versorgt hat.
Der Mast steht auf einem frei zugänglichen Gelände in der Nähe von Wilsdruff und ist von der Straße aus sichtbar. Besucher können die Struktur von außen bewundern, sollten aber beachten, dass Zutritt zu den Betriebsgebäuden nicht möglich ist.
Besonders interessant ist, dass die Notversorgung des Sendemastes auf umgearbeiteten Dieselmotoren aus U-Booten des Zweiten Weltkriegs beruhte. Diese Motoren garantierten, dass der Sendebetrieb auch bei Stromausfällen aufrechterhalten werden konnte.
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