Siechhof Eichstätt, Architekturdenkmal in Eichstätt, Deutschland.
Der Siechhof ist ein ehemaliges Spital mit mehreren Gebäuden, einer Kapelle und einer Scheune, das entlang der Ingolstädter Straße im Norden Bayerns liegt. Das Ensemble zeigt die typische Anordnung einer Heilanstalt mit separaten Funktionsbereichen für Unterkunft, Gebet und Lagerung.
Das Gebäude entstand im 17. Jahrhundert als Leprosarium und diente der Betreuung von Patienten mit Lepra, die dort isoliert werden mussten. Die Einrichtung spiegelt die medizinische Praxis der Frühen Neuzeit wider, wie man mit ansteckenden Krankheiten umging.
Die dem heiligen Lazarus und der heiligen Magdalena geweihte Kapelle zeigt, wie Heilung und Glaube in dieser Zeit zusammenhingen. Besucher sehen heute noch, wie religiöse Räume und medizinische Bereiche dicht beieinander lagen.
Das Gelände liegt nördlich von Eichstätt an der Ingolstädter Straße und ist mit dem Auto leicht erreichbar. Die Außenansicht der Gebäude ist von der Straße aus sichtbar, und Führungen lassen sich über das örtliche Denkmalschutzamt vereinbaren.
Die Gebäude wurden mit regionalen Kalksteintechniken erbaut, die typisch für Jura-Konstruktionen in Bayern sind. Diese Handwerksmethode ist heute noch an den Mauern zu erkennen und zeigt die lokale Bauweise von damals.
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