Staatliche Münze Karlsruhe, Kulturdenkmal und Münzprägeanstalt in Karlsruhe, Deutschland.
Die Staatliche Münze Baden-Württemberg ist eine aktive Münzprägestätte in einem klassischen Gebäude, das Friedrich Weinbrenner entwarf und sich in der Stephanienstrase 28a im Zentrum Karlsruhes befindet. Die Anlage stellt heute etwa 38 Prozent aller deutschen Umlaufmünzen her und arbeitet dabei mit der Stuttgarter Filiale zusammen.
Die Münze wurde 1827 gegründet und begann zunächst mit der Herstellung von Fünf-Gulden-Münzen aus Rheingold, auf denen das Porträt des Großherzogs Ludwig von Baden zu sehen war. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sie sich zu einer der wichtigsten Prägestätten im Deutschen Reich und prägt bis heute Münzen für den Umlauf.
Der Ort trägt das Münzzeichen 'G' und spiegelt eine Tradition wider, die auf die Rangfolge deutscher Münzstätten zurückgeht. Besucher können hier sehen, wie diese historische Kennzeichnung bis heute in der Produktion verwendet wird.
Der Ort befindet sich in der Innenstadt von Karlsruhe und ist leicht zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass es sich um eine aktive Produktionsstätte handelt und die Zugänglichkeit je nach laufenden Arbeiten unterschiedlich sein kann.
In den 1970er Jahren war die Münze Schauplatz eines Skandals, als der Direktor ohne Genehmigung seltene Münzen nachprägte und damit Kunstsammler täuschte. Dieses Ereignis machte die Anlage überraschend zum Zentrum einer der bekanntesten Münzfälschungsaffären in der deutschen Numismatik.
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