Talsperre Dröda, Stausee in Deutschland
Die Talsperre Dröda ist ein großes Staubecken in der sächsischen Region Vogtland, das zwischen zwei Flüssen angelegt wurde und Wasser für die umliegenden Gemeinden speichert. Der Betonwall erstreckt sich über 375 Meter und ragt über 50 Meter in die Höhe, wobei das Wasser dahinter zwei lang gestreckte Becken bildet, deren Ufer stellenweise flach mit Wasserpflanzen bewachsen sind und stellenweise steil in die Tiefe abfallen.
Der Bau des Staubeckens begann 1964 und endete 1971, wobei der Wall aus Beton errichtet wurde, um Wasser für umliegende Städte wie Plauen, Oelsnitz und Adorf sowie etwa 35 weitere Gemeinden bereitzustellen. Die Fertigstellung des Damms markierte einen Wendepunkt in der Wasserwirtschaft der Region und erforderte die Umsiedlung von etwa 170 Wohnhäusern und Höfen sowie die Verlegung von Straßen und Friedhöfen.
Der Name Dröda stammt aus der lokalen Toponymie der Region. Das Wasser wird von Einheimischen vor allem zum Angeln genutzt, wobei sich die Aktivitäten an die Jahreszeiten anpassen und die Uferbereiche je nach Wetter unterschiedlich frequentiert sind.
Der Bereich um das Staubecken ist für Spaziergänge auf markierten Wegen zugänglich, wobei das Angeln mit entsprechender Genehmigung erlaubt ist. Schwimmen, Bootfahren und Camping sind zum Schutz der Wasserqualität nicht gestattet, und es gibt vor Ort Parkplätze und Informationstafeln für Besucher.
Das Staubecken versorgt über 35 Gemeinden mit Trinkwasser und funktioniert gleichzeitig als Hochwasserschutz durch die kontrollierte Ableitung von Überschusswasser. Zusätzlich wird in einer kleinen Anlage Strom erzeugt, wodurch der Damm neben seiner Hauptfunktion auch zur lokalen Energieversorgung beiträgt.
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