Talsperre Klingenberg, Stausee und Kulturdenkmal in Klingenberg, Deutschland.
Die Talsperre Klingenberg ist eine Staumauer mit Gewölbekrümmung aus Bruchsteinmauerwerk, die sich etwa 94 m hoch über das Tal erhebt und mit einer charakteristischen Krone gekrönt wird. Das Bauwerk speichert Wasser für die Trinkwasserversorgung, kontrolliert Hochwasser und erzeugt gleichzeitig Strom durch seine Kraftanlage.
Nach schweren Überschwemmungen 1897 begann der Bau dieses Staudammes 1908 als Reaktion auf die Notwendigkeit von Hochwasserschutz und wurde 1914 in Betrieb genommen. Die Anlage folgte modernsten Ingenieurtechniken ihrer Zeit und prägte die Entwicklung der Wasserkraftnutzung in Sachsen.
Der Name bezieht sich auf das Klingental, durch das die Talsperre führt, und das Bauwerk wurde über Jahrzehnte hinweg zum wichtigen Wahrzeichen für die Region. Besucher können heute noch die klassischen Architekturelemente erkennen, die Hans Poelzig in sein Design integriert hat.
Der Stausee ist am besten von den Aussichtspunkten auf dem Damm oder den Uferwegen zugänglich, die einen guten Überblick über das Bauwerk bieten. Besucher sollten auf stabiles Schuhwerk achten, da die Umgebung je nach Jahreszeit unterschiedliche Bedingungen aufweist.
Zwischen 2005 und 2013 wurde der Stausee vollständig entleert, um umfangreiche Renovierungen durchzuführen, was eine seltene Gelegenheit bot, die innere Struktur des Dammes zu untersuchen. Während dieser Zeit funktionierte ein spezieller unterirdischer Tunnel, um Dresden dennoch mit Wasser zu versorgen.
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