Talsperre Malter, Stausee und Kulturdenkmal in Dippoldiswalde, Deutschland
Die Talsperre Malter ist ein Stausee mit einem gekrümmten Gravitätsdamm aus Bruchsteinmauerwerk, der eine Kronenlänge von 193 Metern und eine Breite von 6,1 Metern hat. Das Bauwerk wurde mit einem Speichervolumen von 8,78 Millionen Kubikmetern errichtet und sammelt Wasser aus der Rote Weißeritz.
Der Bau des Stausees fand zwischen 1908 und 1913 statt und wurde durch die schwere Flutkatastrophe von 1897 ausgelöst, die deutlich machte, wie wichtig eine Regulierung des Wassers in der Region war. Diese Flut zeigte der Bevölkerung die Notwendigkeit, Hochwasser in der Zukunft besser kontrollieren zu können.
Der Stausee ist eng mit der lokalen Geschichte verbunden, da sein Bau zur Umsiedlung des Dorfes Niedermalter führte und die Landschaft grundlegend veränderte. Die Wasserfläche prägt heute das Landschaftsbild der Region und zeigt, wie Infrastruktur das Leben der Menschen vor Ort dauerhaft umgestaltet hat.
Der Stausee kann von Wegen rund um das Wasser besucht werden, die unterschiedliche Blickwinkel auf das Bauwerk bieten. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und auf die örtlichen Wanderrouten achten, um die beste Erfahrung zu machen.
Von 1968 bis 1983 war eine Unterwasserstation namens Malter I am Stausee aktiv und führte Forschungen in der Unterwasserbiologie durch. Dieses ungewöhnliche Projekt war ein frühes Beispiel für wissenschaftliche Arbeit in extremen Umgebungen.
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