Turmburg Eschborn, Mittelalterliche Burg in Eschborn, Deutschland.
Die Turmburg Eschborn ist eine Burganlage auf einem künstlichen Hügel in der nördlichen Altstadt von Eschborn. Das Bauwerk besteht hauptsächlich aus einem quadratischen Wehrturm mit Mauern aus Steinwerk, die das Zentrum dieser Wehrbefestigung bildeten.
Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut und mit den Herren von Eschborn in Verbindung gebracht, die Ende des 12. bis Anfang des 13. Jahrhunderts auftauchen und kurz darauf ihren Hauptsitz nach Kronberg verlegten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1339 in einem Güterverzeichnis des Ritters Rudolf von Sachsenhausen. 1622 wurden während der Schlacht bei Höchst im Dreißigjährigen Krieg die Anlage und nahezu der gesamte Ort zerstört.
Die Straßennamen Burgstraße, Am Hofgraben und Am Burggraben zeichnen den Grundriss der verschwundenen Burg nach. Der Platz wird mit den Herren von Eschborn verbunden, die vom späten 12. bis frühen 13. Jahrhundert belegt sind und ihren Hauptsitz bald nach Kronberg verlegten. Eschborn blieb Reichslehen der Herren von Cronberg, bis diese 1704 ausstarben und ihre Herrschaft an Kurmainz fiel.
Vom Kastell ist heute nichts mehr zu sehen: Der Burgstall ist überbaut, und die Straßen Burgstraße, Am Hofgraben und Am Burggraben zeichnen seine frühere Ausdehnung nach. Wer diese drei Straßen abgeht, folgt dem alten Umriss; die Funde der Grabung, darunter ein Amboss, Äxte und ein Steinkrug, wurden 1899 veröffentlicht und sind vor Ort nicht ausgestellt.
Archäologische Grabungen haben Spuren von Handwerksaktivitäten aus dem Mittelalter freigelegt, die zeigen, dass mehr als nur Kriegsführung am Ort stattfand. Diese Funde deuten darauf hin, dass alltägliche Produktion und Handel das wirtschaftliche Leben des Burghügels prägten.
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