Teufelskirche von Grünsberg, Naturschlucht und Geotop in Altdorf bei Nürnberg, Deutschland.
Die Teufelskirche von Grünsberg ist eine etwa 350 Meter lange Schlucht mit etwa 100 Meter breiten Sandsteinklippen und mehreren Wasserfällen, die durch dichtes Efeu überwachsen sind. Der Talgrund führt durch Waldgebiet hindurch und wird von steilen Felswänden aus weichem Sandstein begrenzt.
Die Schlucht entstand durch Bergbauaktivitäten, die 1525 begannen, als Arbeiter Kohle und Silber aus Pyrit abbauten. Dabei entstanden drei in den weichen Sandstein getriebene Stollen, die das Gelände dauerhaft prägten.
Der Name bezieht sich auf eine alte Sage, wonach der Teufel mit Ritter Jörg von Tann durch die Schlucht fuhr, der beim Wildern ums Leben kam. Diese Geschichte prägt bis heute, wie Einheimische und Besucher den Ort wahrnehmen und über ihn sprechen.
Die Schlucht ist das ganze Jahr über auf markierten Wanderwegen erreichbar, die von Altdorf oder Grünsberg ausgehen. Das Gelände befindet sich auf etwa 405 Metern Höhe und lässt sich an den meisten Tagen bequem erwandern.
Im Hauptstollen findet sich etwa auf halber Strecke eine etwa 3 Meter hohe Sinterkruste mit kleinen Becken, deren unterschiedliche Farbtöne mineralische Veränderungen zeigen. Diese Formation ist selten und entsteht nur unter bestimmten Bedingungen im Gestein.
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