Vicus Wareswald, Archäologische Stätte in St. Wendel, Deutschland.
Vicus Wareswald ist eine römische Siedlung bei St. Wendel, deren Überreste sich über sanfte Hänge erstrecken und Hausfundamente sowie Steinstrukturen aus der Antike zeigen. Das Gelände umfasst drei deutlich erkennbare Gebäudekomplexe, von denen ein großer Teil systematisch untersucht wurde.
Die Siedlung entstand im ersten Jahrhundert n. Chr. an einer Kreuzung wichtiger Römerstraßen zwischen großen Städten der Region. Während des zweiten Jahrhunderts erlebte das Vicus seine größte Blüte und Ausdehnung.
Der Tempel für Mars und die dekorierten Sandsteinblöcke zeigen, wie die römischen Bewohner ihre Götter verehrten und welche handwerklichen Fähigkeiten sie besaßen. Diese Funde geben einen Einblick in das religiöse Leben und die Alltagskultur dieser antiken Gemeinschaft.
Das Gelände ist teilweise zugänglich, wo Besucher die freigelegten Grundmauern und Steinmauern aus nächster Nähe betrachten können. Der beste Blickwinkel bietet sich von den Hängen, die den Ort umgeben und die Lage der Siedlung verdeutlichen.
Spezielle Messungen zeigen, dass sich die römische Bebauung in einem langen Streifen entlang der Straße erstreckte, was für einen Handelsplatz typisch war. Diese Anordnung deutet darauf hin, dass das Vicus ein wichtiger Umschlagplatz für Waren und Reisende war.
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