Wandsbeker Gehölz, Öffentlicher Park im Stadtteil Marienthal, Hamburg, Deutschland
Das Wandsbeker Gehölz ist eine 28,3 Hektar große öffentliche Parkanlage in den Hamburger Stadtteilen Marienthal und Wandsbek. Der etwa 2,8 Kilometer lange und bis zu 400 Meter breite Waldstreifen wird durch die Eisenbahnstrecke Hamburg–Lübeck und drei Straßen in fünf Teilgehölze gegliedert. Er ist ein Rest des früheren Wandsbeker Gutsgeländes.
Das Wandsbeker Gehölz ist ein Rest des früheren Wandsbeker Gutsgeländes. Das zugehörige Schloss wurde Ende des 18. Jahrhunderts von dem Kaufmann und Sklavenhändler Heinrich Carl von Schimmelmann erbaut, der auch den Schlosspark neu gestalten ließ. 1766 bis 1770 legte er hier einen Lustgarten mit Lindenallee an, die schon vor dem Zweiten Weltkrieg verschwand. 1857 erwarb der Kaufmann Johann Anton Wilhelm von Carstenn das Gut, parzellierte es und verkaufte die ersten großen Grundstücke nahe dem Schloss für eine Villenkolonie nach englischem Vorbild, das heutige Marienthal. Als Carstenn auch den Wald roden lassen wollte, entschloss sich die Wandsbeker Fleckenverwaltung zum Ankauf.
Der Name Wandsbeker Gehölz bezeichnet den Waldrest des früheren Wandsbeker Gutsgeländes, nicht eine Zeitung. Im Ersten Gehölz steht ein Gedenkstein für den Dichter Matthias Claudius, 1840 zu dessen 100. Geburtstag errichtet; er trägt die Embleme der Zeitung Wandsbeker Bote und steht seit 1943 unter Denkmalschutz.
Der Park verfügt über mehrere Spielplätze, Sportfelder mit Fußballtoren und zahlreiche Bänke in der Nähe der Wasserflächen zum Ausruhen. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da die Wege durch feuchte Gebiete und natürliche Waldböden führen.
Die Sandsteinvase an der Südseite des Wandsbeker Marktplatzes stand einst im früheren Schlosspark; sie wurde 2005 beim Umbau des Platzes vor der Christuskirche und dem Schimmelmann-Mausoleum dorthin versetzt, während der Wandsbeker Geschichtsstein ihren Platz am Eingang zum Ersten Gehölz einnahm.
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