Wallfahrtskapelle Maria Alber, Barocke Wallfahrtskapelle in Friedberg, Deutschland
Die Wallfahrtskapelle Maria Alber ist eine barockkirche in Friedberg mit einer kupfergedeckten Kuppel und achteckiger Laterne. Das Innere zeigt vier runde Apsiden um einen zentralen quadratischen Raum herum, ergänzt durch westliche Arkaden.
Die Wallfahrtstradition begann 1686, als der Zollbeamte Arnold Schwenkh eine Kopie der Madonna von Altötting in einen hohlen Baumstamm platzierte. Dieses Heiligtum wurde zum Anziehungspunkt für Pilger und führte schließlich zur Erbauung der barocken Kapelle.
Die Kapelle birgt eine Nachbildung des Altöttinger Gnadenbildes, das seit 1686 verehrt wird, als der Zollbeamte Arnold Schwenkh es in einen hohlen Baumstamm setzte. Das Deckenfresko von Johann Reismiller (1719) zeigt den Stifter kniend vor dem Gnadenbild im Baumstamm. Vier große Stuckengel in Wessobrunner Art mit ausgebreiteten Armen scheinen den Laternenring zu stützen, dazwischen zeigen kleine Kartuschen marianische Symbole.
Die Kapelle steht im Westen Friedbergs an der alten Straße nach Augsburg, an der Grenze zu Augsburg-Hochzoll; politisch gehört sie zu Friedberg, kirchlich aber zur Pfarrei Heilig-Geist in Augsburg-Hochzoll. Die ursprünglich offene Westvorhalle wurde 1939 verglast, der Eingangsbereich ist also geschlossen. Seit der Renovierung 1988 ist die Kapelle wieder für Andacht und Besichtigung geöffnet.
Die Anordnung der Glocken zwischen den Pilastern in offenen Bögen folgt einem südeuropäischen Entwurfsmuster, das für diese Region Deutschlands ungewöhnlich ist. Dieses Element zeigt die Neigung des Erbauers, südliche Architekturstile in die lokale Bauweise einzubeziehen.
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