Wallfahrtskirche Maria Thalheim, Pfarrkirche in Fraunberg, Deutschland
Die Wallfahrtskirche Maria Thalheim ist eine fünfjochige Wandpfeilerkirche mit einem zweijochigen Chor und dreiseitigem Schluss; Langhaus und Chor werden von Tonnengewölben mit Stichkappen überspannt. Ein südlich angebauter Chorflankenturm trägt eine Uhr und rundbogige Schallöffnungen unter einer Zwiebelhaube mit Laterne, die nach einem Brand 1726 erneuert wurde. Das Äußere ist bis auf die Rundbogenfenster weitgehend ungegliedert.
Die Kirche wird erstmals 1413 urkundlich erwähnt, wobei die heutige Struktur aus dem späten 15. Jahrhundert stammt. Während des Barock und der Rokoko-Periode erfuhr sie umfangreiche Umgestaltungen, die ihr Inneres grundlegend veränderten.
Der Legende nach begann die Wallfahrt mit einem Marienbild unter einem Hollerstrauch in der Ortsmitte; auf einen Berg gebracht, kehrte es jede Nacht dorthin zurück, weshalb die Kirche an diesem Ort erbaut wurde. Der Hollerstrauch steht bis heute, ein Verstecktblüher ohne sichtbare Blüten und mit grünen Früchten; seit 1884 steht eine Immaculata-Figur daneben.
Die Kirche ist nach Osten ausgerichtet, der Eingang liegt am westlichen Ende des Langhauses. Ein kunstvolles Gitter zwischen dem dritten und vierten Joch trennt den rückwärtigen Bereich mit der Doppelempore von den sechs Seitenkapellen und dem Hochaltar. Der südliche Chorflankenturm trägt eine Zwiebelhaube mit Laterne.
Das Gnadenbild wurde Mariä Himmelfahrt 1753 auf den Hochaltar übertragen; an den Feierlichkeiten sollen rund 40.000 Gläubige teilgenommen haben. Der Holunder bei der Kirche ist eine botanische Besonderheit: ein Verstecktblüher ohne sichtbare Blüten und mit nur grünen Früchten. Seit 1884 steht dort eine Immaculata-Figur.
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