Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, Katholische Wallfahrtskirche in Hohenpeißenberg, Deutschland.
Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt ist eine Doppelkirche auf dem Hohen Peißenberg: die Gnadenkapelle, 1747 bis 1748 von Joseph und Franz Xaver Schmuzer mit Fresken Matthäus Günthers im Rokoko ausgestattet, und ein größerer Kirchenanbau östlich von 1616 bis 1619, der erste Renaissancebau im Pfaffenwinkel. Das Hochaltarbild Mariä Himmelfahrt schuf 1717 Matthias Pussjäger.
1514 errichteten Bauern aus der Umgebung eine gemauerte Kapelle auf dem Gipfel; der herzogliche Pfleger von Schongau, Georg von Pienzenau, brachte eine hölzerne Muttergottes aus der Schongauer Schlosskapelle mit, die als Gnadenbild die Wallfahrt begründete. 1604 übertrug Herzog Maximilian I. die Wallfahrtsseelsorge dem Kloster Rottenbuch, und Probst Georg Siesmayer ließ von 1616 bis 1619 östlich eine größere Kirche mit Turm anbauen, wodurch eine Doppelkirche entstand. 1803 wurde das Kloster aufgelöst, die Wallfahrt besteht weiter.
Ziel der Wallfahrt ist die hölzerne Muttergottes-Figur, die Georg von Pienzenau aus der Schlosskapelle Schongau hierher brachte und die bald als Gnadenbild galt. Das Patrozinium wird am 15. August, Mariä Himmelfahrt, gefeiert. Nach alten Originalen nachgebildete Wallfahrtsmedaillen sind vor Ort erhältlich.
Die Kirche steht auf dem Gipfel des Hohen Peißenbergs und wird über Wege aus den umliegenden Orten zu Fuß erreicht; der Aufstieg gehört zur Wallfahrt. Im Inneren betritt man die Doppelkirche durch den größeren Anbau von 1616 bis 1619, an den westlich die ältere Gnadenkapelle anschließt. Das Patrozinium wird am 15. August gefeiert.
Der Gipfelstandort wurde wohl gewählt, weil er für die rund um den Berg verstreut wohnenden Bauern zentral lag; sie errichteten 1514 die erste gemauerte Kapelle und gehörten damals zu Peiting. Die Anlage ist eine Doppelkirche: die ältere Gnadenkapelle mit ihrer Rokoko-Ausstattung von 1747 und der Anbau von 1616 bis 1619, der erste Kirchenbau der Renaissance im Pfaffenwinkel.
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