Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau, Wallfahrtskirche in Bobingen, Deutschland
Die Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau ist eine weiß verputzte Kirche mit steilem, grauem Schindeldach und einem hohen Turm, der von einer geschweiften Haube aus grün patiniertem Kupfer und einem Kreuz bekrönt wird. Die Ostfassade hat drei große Fenster mit rosa gefassten, gelappten Rahmungen und kleineren rosa Ovalen darüber; innen überspannen eine ovale Flachkuppel und eine kreisrunde Laternenkuppel über dem Chor den Raum.
Der Bau entstand zwischen 1749 und 1751 unter der Leitung von Franz Kleinhans und ersetzte eine ältere Kapelle aus dem Jahr 1472. Die neue Kirche wurde als Wallfahrtsziel errichtet und hat diese Rolle über viele Generationen bewahrt.
Im Inneren wird die Kirche von weißgrauer Rocaille-Stuckarbeit geprägt, die zusammen mit Fresken der Unbefleckten Empfängnis einen Gebetsraum schafft. Diese künstlerische Ausstattung zeigt, wie Gläubige hier Andacht und künstlerische Schönheit verbinden.
Die Kirche steht am südlichen Ortsrand von Bobingen, wo die Staatsstrasse nahe am alten Westeingang vorbeiführt; deshalb wurde im Norden aus Sicherheitsgründen ein zweiter Eingang mit Vorzeichen eingebaut. Außerhalb der Gottesdienste betritt man das Gotteshaus durch das westliche Vorzeichen, doch ein Gitter unter der Empore verwehrt den weiteren Eintritt. Der Chor liegt zwei Stufen höher.
Der Turm springt nur etwa 20 Zentimeter aus der Mauerflucht der Ostfassade, und seine Mittelnische ist zu einer Flachnische mit geschwungenem Gesims verbreitert. Herzförmige Fensteröffnungen durchbrechen das Mauerwerk unter den Mittelfenstern des Langhauses.
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