Villa Rustica, Römischer Gutshof nahe Meßkirch, Deutschland.
Die Villa rustica von Meßkirch ist eine römische Landwirtschaftsanlage, die sich über acht Hektar erstreckt und aus siebzehn Steingebäuden besteht. Der Komplex wird von einer zentralen Portikus-Villa dominiert, flankiert von zwei Badegebäuden mit Hypokaust-Heizanlagen für warme Bäder.
Die Anlage entstand in der römischen Zeit und wurde über Jahrhunderte hinweg als Wohnstätte und Produktionszentrum genutzt. Archäologische Ausgrabungen zwischen 1834 und 1836 unter der Leitung von Joseph Anton Eitenbenz brachten die Grundmauern dieser Siedlung ans Licht, die zunächst für eine Militärfestung gehalten wurde.
Der Tempelbereich enthält einen Altar, der der Göttin Diana gewidmet ist und vom römischen Bewohner Marcus Aurelius Honoratus Pancratius in Auftrag gegeben wurde. Dieses religiöse Artefakt zeigt, wie die Bewohner ihre persönlichen Überzeugungen in der Privatkapelle der Villa ausdrückten.
Die archäologische Stätte befindet sich neben der Bundesstraße 311 mit einem Parkplatz, von dem aus ein 200 Meter langer Fußweg zu den Ausgrabungen führt. Ein Besuch ist am besten in den wärmeren Monaten möglich, wenn die Wege trocken und leicht begehbar sind.
Zwei römische Brunnen, die etwa 100 Meter südlich der heutigen Straße liegen, versorgten die gesamte Anlage mit Wasser. Diese Brunnen sind heute noch sichtbar und zeigen, wie die Römer ihre Wasserversorgung über Entfernungen organisierten.
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