Weiße Frau, Kulturdenkmal in Schwarzenberg, Deutschland.
Die Weiße Frau Schwarzenberg ist ein Grenzstein aus Marmor, der östlich der Hohen Henne entlang der Straße zum Jägerhaus steht. Das Denkmal wurde nicht aus dem üblichen Granit, sondern aus Marmor von Crottendorf gefertigt.
Das Denkmal markiert den letzten Grenzstein des Vermessungsprojekts der Kurfürstlichen Wälder in der Schwarzenberg-Gegend, das am 17. Januar 1794 fertiggestellt wurde. Es war der Abschluss eines großen Kartierungsunternehmens der Forstwirtschaft.
Der Stein trägt auf allen Seiten Inschriften mit den Namen der Beamten, die an seiner Erstellung beteiligt waren, darunter Oberförster Gottlob Heinrich von Lindenau. Diese Namen dokumentieren die behördliche Zusammensetzung jenes Zeitalters.
Das Denkmal befindet sich in abseits gelegener Lage und ist über die Hauptstraßen von Schwarzenberg erreichbar. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Weg zu dem Stein in ländlichem Gelände verläuft.
Nach einer lokalen Legende wartete eine weiße Frau hier nachts auf die Rückkehr ihres Mannes, woraus der charakteristische Name des Marmodenkmales entstand. Diese Geschichte hat dem funktionalen Grenzstein eine menschliche Dimension gegeben.
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