Wiesbütt-Moor, Naturschutzgebiet in Flörsbachtal, Deutschland
Das Wiesbütt-Moor ist ein Naturschutzgebiet, das sich über 12,2 Hektar in 436 Metern Höhe erstreckt und das höchste Hochmoorzwischenstadium in der Spessart-Region bildet. Die Fläche wird durch unterschiedliche Vegetationszonen geprägt, die von offenen Moorflächen bis zu angrenzenden Waldbereichen reichen.
Im Jahr 1765 wurde der Wiesbütt-See aufgestaut, um den Betrieb von Bergbau zu unterstützen und verwandelte die damals sumpfige Waldlandschaft grundlegend. Diese Umwälzung führte zur Entstehung der heutigen Hochmoorfläche mit ihren charakteristischen Lebensräumen.
Der Name Judenbörnchen, der eine Quelle am Rand des Moores bezeichnet, stammt von jüdischen Viehhändlern, die diesen Wasserlauf nutzten. Diese Verbindung zur lokalen Handelsgeschichte ist noch heute im Landschaftsnamen lebendig.
Das Wiesbütt-Moor lässt sich am besten mit dem Flörsbacher Panorama-Weg erkunden, einer 7,6 Kilometer langen Route mit gemischten Wegen. Die Strecke verbindet natürliche Pfade, befestigte Straßen und schmale Wege und bietet verschiedene Möglichkeiten je nach Kondition und Ausrüstung.
Im Wiesbütt-Moor wachsen fleischfressende Sonnentau-Pflanzen, die Insekten fangen, um an Stickstoff zu gelangen, den der nährstoffarme Boden nicht liefert. Diese botanische Besonderheit ist das Ergebnis der extremen Bedingungen des Hochmoors.
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