Schloss Waldburg, Mittelalterliche Burg in Waldburg, Deutschland.
Die Waldburg ist eine Höhenburg auf einem Drumlin auf 772 Metern Höhe, ab dem 11. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert zu einer schlossähnlichen Residenz ausgebaut. Ihre weiß verputzten Mauern und steilen roten Ziegeldächer bilden am Hang verbundene Flügel. Nahe dem linken Ende erhebt sich ein schlanker Turm mit einem dunklen, offenen Glockenstuhl, und eine lange weiße Wehrmauer mit roter Abdeckung umschließt den Fuß.
Das Schloss wurde im 12. Jahrhundert erbaut und diente unter Kaiser Friedrich II. von 1220 bis 1240 als Aufbewahrungsort der Kaiserkrone. Diese Zeit markierte seinen Höhepunkt als eine der wichtigsten Burgen im Reich.
Die Burg gab dem Haus Waldburg ihren Namen, dessen Truchsessen seit 1526 das erbliche Amt des Reichserbtruchsessen innehatten. Die Burgkapelle wird heute für kirchliche Trauungen genutzt, und die Burgschenke in der ehemaligen kaiserlichen Küche serviert Gerichte nach mittelalterlichen Rezepten.
Das Schloss ist von April bis Oktober für Besucher geöffnet, wobei Führungen an Wochenenden und Feiertagen angeboten werden. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und ausreichend Zeit für die Erkundung der verschiedenen Ebenen einzuplanen.
Das Museum zeigt ein Faksimile der gedruckten Weltkarte Martin Waldseemüllers von 1507, auf der erstmals der Name America erscheint. Das Original übergab die Bundesrepublik Deutschland 2007 der Library of Congress in Washington. Zudem sind Nachbildungen der Heiligen Lanze, des Reichszep ters und des Reichsapfels zu sehen, seit 2013 auch eine Kopie der Reichskrone.
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