Wildpark Bad Mergentheim, Wildpark in Bad Mergentheim, Deutschland
Der Wildpark Bad Mergentheim ist ein Wild- und Haustierpark auf einer bewaldeten Anhöhe etwa 1,5 Kilometer südöstlich von Bad Mergentheim auf rund 48 Hektar Fläche. Über 50 in Europa heimische Arten leben in weitgehend natürlichen Gehegen, darunter Greifvögel, Luchse, Dam- und Rothirsche, Wisente, Wildschweine und Fischotter. Das Eingangsgebäude ist ein dunkler Holzbau mit steilem, rot gedecktem Satteldach und einem weißen Schild mit der Aufschrift „Wildpark Bad Mergentheim“.
Der Wildpark wurde 1974 durch eine Privatinitiative gegründet; die Jahreszahl 1973 der englischen Wikipedia widerspricht dem deutschen Artikel. Seit den 1980er Jahren beherbergt er ein Wolfsrudel, und im Jahr 2000 übernahm die Familie Rügamer den Park und baute das Angebot aus. Im September 2014 feierte man das 40-jährige Jubiläum mit einem Sommerfest, am 23. Oktober 2014 folgte ein bundesweites Umweltbildungssymposium.
Der Park zeigt neben europäischen Wildtieren auch die Arbeitsvorführungen von Haus- und Nutztieren: Hütehunde, Kaltblutpferde, Hausesel, Hausziegen und Ochsengespanne führen ihre Aufgaben vor. Ein Spielbauernhof mit Streichelzoo ergänzt das Angebot. Die Koboldburg, eine mehrstöckige Kletterburg mit Übernachtungsmöglichkeiten für Pfadfindergruppen und Schulklassen, gilt als deutschlandweit einmalig.
Der Park ist am besten während der Wochentage oder am frühen Wochenende zu besuchen, wenn weniger Menschen vor Ort sind. Bequeme Schuhe sind wichtig, da es viele Wege zum Erkunden gibt und einige Gehege weiter entfernt liegen.
Der Tierpark beheimatet einen der größten Wolfsrudel Europas, den Besucher bei speziellen Fütterungstouren zweimal täglich beobachten können. Diese Begegnungen ermöglichen es, das Verhalten und die sozialen Strukturen der Wölfe aus nächster Nähe zu erleben.
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