Wasserschloss Podelwitz, Wasserschloss in Podelwitz, Colditz, Deutschland
Das Wasserschloss Podelwitz liegt an der Freiberger Mulde im Colditzer Ortsteil Podelwitz in Sachsen. Das heutige Schloss ließ Hans Rudolph von Schellenberg um 1570 im Stil der Sächsischen Renaissance errichten. Nach 1691 verlegte Ulrich Maximilian von Rechenberg den Haupteingang von der West- auf die Ostseite und schuf ein Portal mit seinem Wappen. Im Schloss befinden sich heute eine Heimatstube, eine Pension und ein Begegnungszentrum; im ehemaligen Wirtschaftsgebäude gegenüber eine Gaststätte.
Podelwitz wurde 1487 erstmals urkundlich erwähnt, als ein von Schellenberg 200 Gulden von den frommen Brüdern zu Colditz lieh; Schloss und Rittergut bestanden bereits. Um 1570 ließ Hans Rudolph von Schellenberg das heutige Schloss im Stil der Sächsischen Renaissance errichten. 1691 kaufte Ulrich Maximilian von Rechenberg das Schloss, verlegte den Haupteingang von der West- auf die Ostseite und schuf ein Portal mit seinem Wappen. 1945 erfolgte die Enteignung.
Im Schloss findet sich eine Sammlung von Haushaltsgegenständen und Postkarten, die einen Einblick in das Leben früherer Bewohner gibt. Die Räume zeigen alltägliche Objekte, die die Geschichte der Familie Knochenmuß und ihrer Zeit bewahren.
Das Schloss ist über Wanderwege, Radstrecken und Flussboote erreichbar, wobei verschiedene Anfahrtsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Bei einer Planung sollten Besucher die Flussabhängigkeit für Bootsrouten und die saisonalen Bedingungen beachten.
Im Schloss befanden sich einst drei Stuckmedaillons mit der Sage der Io, die italienische Stuckmeister nach 1691 für Ulrich Maximilian von Rechenberg schufen. Sie schmückten die Flachdecken südlich der Eingangshalle bis zu ihrer Zerstörung in den 1950er Jahren. Das von ihm geschaffene Eingangsportal mit seinem Wappen ist an der Ostseite erhalten.
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