Wasserschloss Tatenhausen, Wasserschloss in Halle, Deutschland
Das Wasserschloss Tatenhausen liegt bei Halle im Kreis Gütersloh. Haupthaus und erster Ostflügel wurden ab 1540 auf Fundamenten des 14. Jahrhunderts im Stil der Weserrenaissance errichtet. Der zweigeschossige Steinbau mit steilem Schieferdach, Dachgauben und einem giebelständigen Turm am rechten Ende spiegelt sich in einem vom Laibach gespeisten Teich. Um 1671 kamen der zweite Ostflügel und der Turm hinzu, um 1700 Westflügel, Terrasse und Haupteingang im einfachen Barock.
Tatenhausen ist für 1491 urkundlich belegt, damals im Besitz des Ritters Bernd Hoberg. 1524 erwarb die Familie Korff-Schmising den Besitz und begann 1540 mit dem Bau des Haupthauses und des ersten Ostflügels auf Fundamenten aus dem 14. Jahrhundert. Um 1671 folgten ein zweiter Ostflügel und der Turm, um 1700 wurden Haupteingang, Terrasse und Westflügel im einfachen Barockstil hinzugefügt.
Der Name Tatenhausen stammt nicht von der Familie: Der Besitz blieb bei den Hoberg, bis Heinrich Korff-Schmising, Schwiegersohn des letzten Hoberg, ihn 1524 an die Familie Korff genannt Schmising brachte. Diese hielt ihn über 470 Jahre als Stammsitz; durch Erbschaft ging er an die Freiherren Teuffel von Birkensee über. Von 1812 bis 1816 lebte hier der Dichter Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg.
Führungen sind nur nach rechtzeitiger vorheriger Anmeldung möglich und zeigen die Schlosshöfe und die Kapelle, nicht die bewohnten Innenräume. Die Anlage liegt an der L931 zwischen Halle-Bokel und Halle-Hörste, an der BahnRadRoute Teuto-Senne und am Haller Radrundweg R2; sie ist Station 3 des Kulturpfades „Laibachweg“.
Im 18. Jahrhundert wurden an diesem Ort Heilquellen entdeckt, die zur Errichtung eines Badehauses führten. Dieses Badeangebot lockte Besucher aus der Region an und machte das Schloss zu einem Anziehungspunkt für Kurgäste bis ins späte 19. Jahrhundert.
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