Wilhelmstein, Künstliche Inselfestung im Steinhuder Meer, Deutschland
Wilhelmstein ist eine sternförmige Festung auf einer künstlichen Insel im Steinhuder Meer, etwa 2 Kilometer vom Ufer entfernt. Die Anlage umfasst Wohnquartiere, Lagerräume, Geschützstellungen und einen zentralen Innenhof, alles kompakt auf wenigen hundert Quadratmetern arrangiert.
Der Graf Wilhelm von Schaumburg-Lippe gründete die Festung 1761 als Reaktion auf die politischen Spannungen seiner Zeit. Fünf Jahre intensiver Bautätigkeit waren nötig, um das Fundament zu schaffen und die Befestigungen zu errichten.
Das Fort trägt den Namen des Grafen Wilhelm, der es errichten ließ, und spiegelt die damalige Philosophie einer modernen Verteidigungsanlage. Besucher sehen noch heute, wie die sternförmige Gestaltung die Militärtechnik des 18. Jahrhunderts widerspiegelt.
Besucher erreichen das Fort mit Booten vom Ufer bei Steinhude oder Mardorf aus, die regelmäßig pendeln. Die Insel ist frei zugänglich, bietet aber begrenzte Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten, daher sollten Besucher ihre Bedürfnisse vorausplanen.
In den Anfangsjahren diente die Festung auch als Experimentalstätte für militärische Innovationen und beheimatete 1772 das erste deutsche U-Boot, die Steinhuder Hecht. Dieses frühe Tauchfahrzeug kann noch heute im Inselmuseum besichtigt werden.
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