Wissower Klinken, Kreideformation in Sassnitz, Deutschland.
Die Wissower Klinken sind eine Kreideklippe an der Küste der Insel Rügen, die sich steil über die Ostsee erhebt und aus weißem Kalkstein besteht. Die Felswand bildet einen markanten Punkt entlang des Wanderwegs im Nationalpark Jasmund und zieht sich über mehrere hundert Meter entlang der Uferkante.
Die Kreideklippen entstanden während der letzten Eiszeit, als Kreideablagerungen durch Gletscher überlagert und später freigelegt wurden. Im Jahr 2005 kam es zu einem großen Felssturz, bei dem eine beträchtliche Menge Kreide in die Ostsee stürzte und die Gestalt der Klippen dauerhaft veränderte.
Der Name Wissower Klinken stammt vom slawischen Wort 'klinŭ', was Keil oder Winkel bedeutet und auf die ursprüngliche Form der Felsen anspielt. Die Klippen sind heute ein wichtiger Punkt für Wanderer, die entlang der Küste die weißen Kreidefelsen betrachten und die Geschichte der Landschaft hautnah erleben.
Das Gelände ist von einem Wanderweg aus zugänglich, der durch Buchenwälder führt und relativ einfach zu begehen ist. Besucher sollten auf festem Schuhwerk und Vorsicht an den Kanten achten, da der Felsen weiterhin erodiert und die Wege nah an der Abbruchkante verlaufen.
Die Klippen wurden von der Deutschen Geologischen Gesellschaft als Teil der Geotope³-Initiative dokumentiert und dienten als Fallstudie für die dreidimensionale Erfassung von Felsmigration und Erosion. Diese wissenschaftliche Arbeit zeigt, wie digitale Vermessung hilft, die schnellen Veränderungen der Naturlandschaft zu verstehen.
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