Wittekind-Linde, Naturdenkmal in Elbrinxen, Deutschland.
Die Wittekind-Linde ist eine Großblättrige Linde, die über 30 Meter hoch wächst und eine breite ovale Krone hat. Der Stamm misst etwa 10 Meter im Umfang und prägt das Erscheinungsbild des Kirchhofs in Elbrinxen.
Ein Sturm Mitte des 19. Jahrhunderts beschädigte die Krone so stark, dass sie gekappt werden musste. Um 1860 ließ Elisabeth Fürstin zur Lippe Eisenbänder anbringen und die acht verbliebenen Äste mit Eisenstangen verstreben. Bei einer Sanierung 1959 wurden die Eisenbänder entfernt und die Krone durch Stahlseile stabilisiert; eine weitere Sanierung 1973 kostete 6000 Deutsche Mark.
Der Name Wittekind-Linde erinnert an Widukind, den von Karl dem Großen besiegten Sachsenführer, obwohl das Alter des Baumes mit 320 bis 900 Jahren angegeben wird. Er steht auf dem erhöhten, dem Dorf zugewandten Teil des Friedhofs inmitten eines aufgelassenen Gräberfeldes; nordöstlich liegt der ehemalige jüdische Friedhof Elbrinxen.
Das Denkmal befindet sich im unteren Teil des Friedhofs neben der protestantischen Kirche von Elbrinxen. Man erreicht es leicht zu Fuß vom Dorfzentrum aus, und der Zugang ist frei zugänglich.
1992 maß der Stamm in 1,3 Metern Höhe 9,3 Meter Umfang, 2016 betrug der Brusthöhenumfang 10,30 Meter. Das Deutsche Baumarchiv führt sie unter den national bedeutsamen Bäumen, und ihr Alter wird in der Literatur mit 320 bis 900 Jahren angegeben.
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