Wittekindsburg, Archäologische Burganlage in Porta Westfalica, Deutschland.
Die Wittekindsburg ist eine Burgruine auf einem Höhenzug des Wiehengebirges zwischen Minden und Porta Westfalica. Das Gelände zeigt Mauerreste und Fundamente aus verschiedenen Epochen, die über einen weitläufigen Bereich verteilt sind.
Der Wall entstand in der vorrömischen Eisenzeit wie die nahe Dehmer Burg und das 25 Hektar große Nammer Lager als Fliehburg am Weserdurchbruch Porta Westfalica. Es folgte eine sächsisch-fränkische Phase; eine Kaiserurkunde von 993 nennt die Anlage Wedegenborck, nach Wittekind, dem sächsischen Gegner Karls des Großen. Im 10. Jahrhundert bestand hier eine Einsiedelei, bevor Bischof Milo von Minden (im Amt 969–996) ein Nonnenkloster gründete.
Die Margarethenkapelle auf dem Gelände stammt aus romanischer Zeit und zeigt, dass der Ort über viele Jahrhunderte hinweg als Kultstätte genutzt wurde. Daneben sind die Grundmauern der Kreuzkirche sichtbar, die bei Ausgrabungen freigelegt wurden.
Die Ruine ist über mehrere Wanderwege erreichbar, darunter der Wittekindsweg, der gute Ausblicke auf die umliegenden Täler bietet. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da das Gelände uneben ist und je nach Jahreszeit rutschig sein kann.
Die Wittekindsquelle innerhalb der Wälle versiegte 1938, weil der Eisenerzbergbau die unterirdischen wasserführenden Schichten unterbrach; ein Mundloch zeugt noch von diesem Bergbau. Das Versiegen der Quelle ist ein leicht zu übersehendes Detail zwischen den Wällen.
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