St. Maria Magdalena, Pfarrkirche in Münnerstadt, Deutschland.
St. Maria Magdalena ist eine Pfarrkirche, deren Bau um 1230 der Deutsche Orden unter dem Henneberger Grafen Poppo begann. Der Westturm mischt romanische und frühgotische Formen: Koppelfenster mit runden Überfangbögen, aber spitzbogigen Einzelöffnungen. Vom spätgotischen Neubau des 15. Jahrhunderts sind Chor und Portale erhalten; 1605–1612 ließ Fürstbischof Julius Echter das Langhaus mit bemalten Flachdecken und Grisaille-Malereien umgestalten.
Der Bau begann um 1230 unter Graf Poppo von Henneberg durch den Deutschen Orden; der Westturm stammt aus dieser spätromanischen Phase. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts finanzierte die Bürgerschaft einen spätgotischen Neubau mit Chor und sieben Fenstern. 1490 erhielt Tilman Riemenschneider den Auftrag für das Magdalenenretabel, das 1492 aufgestellt wurde. Unter Fürstbischof Julius Echter wurde das Langhaus zwischen 1605 und 1612 im Renaissance-Stil umgestaltet.
Die Kirche ist der heiligen Maria Magdalena geweiht: Der Vertrag von 1490 mit Tilman Riemenschneider führte zum Magdalenenretabel, das im Herbst 1492 aufgestellt wurde und dessen Fassung Veit Stoß 1504 erneuerte. Der barocke Hochaltar, der es 1649/53 ersetzte, enthielt Hans Caspar Haas' Noli-me-tangere-Bild, das heute an der Südwand des Chores hängt.
Das Kirchengebäude liegt zentral in Münnerstadt und ist zu Fuß leicht erreichbar. Gottesdienste finden regelmäßig statt, und Besucher sollten sich vor Großveranstaltungen über aktuelle Zeiten informieren.
Am Südturm steht die Jahreszahl 1446, doch sie bezeichnet den Zeitpunkt, an dem der Turm seine heutige Höhe erreichte, lange nach dem Chorbau. Julia und Christian Hecht datieren den Chor auf die Zeit zwischen 1400 und 1420.
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