Nydam-Schiff, Eisenzeitliches Boot im Schloss Gottorf, Deutschland
Das Nydam Boot ist ein hölzernes Schiff aus der Eisenzeit, das in Mooren gefunden und später nach Schloss Gottorf gebracht wurde. Es besteht aus Eichenholzplanken, die mit einer Technik zusammengefügt sind, bei der die Bretter überlappend angebracht wurden.
Der Fund stammt aus dem 1. Jahrhundert nach Christus und wurde 1863 in einem dänischen Sumpf entdeckt. Nach einem Krieg zwischen Dänemark und Deutschland kam das Boot ins Museum des Schlosses.
Das Boot zeigt frühe Handwerkstechniken der Nordseevölker und war Vorbild für spätere Schiffe in der Region. Die Bauweise mit überlappenden Planken wird heute noch von Schiffbauern studiert.
Das Boot steht in einem speziellen Ausstellungsraum im Schloss, wo es von allen Seiten sichtbar ist. Der Raum ist klimatisiert, um das alte Holz zu schützen und es stabil zu halten.
Das Boot war klein genug für flache Küstengewässer, konnte aber trotzdem auf offener See fahren. Diese Fähigkeit machte es zu einem Werkzeug für frühe Fernhandelsrouten entlang Europas Küsten.
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