Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden, Internationale Grenze in Nordwesteuropa.
Die deutsch-niederländische Grenze verläuft etwa 570 Kilometer von der Dollart-Bucht bis zum Dreiländerpunkt Vaalserberg an der belgisch-deutsch-niederländischen Grenze. Das Gebiet ist sehr unterschiedlich gestaltet: Flachland und Wattlandschaft wechseln sich ab, durchzogen von Flüssen, Kanälen und Feuchtgebieten.
Das heutige Grenzgebiet wurde durch den Grenzvertrag von 1960 festgelegt, nachdem die Niederlande nach dem Zweiten Weltkrieg deutsche Territorien zurückgegeben hatten. Diese Vereinbarung markierte die endgültige Festlegung der Linie zwischen den beiden Ländern nach Jahrzehnten von Territorialstreitigkeiten.
Die Grenzbewohner zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie den niederländischen Provinzen Groningen, Drenthe, Overijssel, Gelderland und Limburg teilen tägliche Gewohnheiten und familiäre Bindungen. Man sieht Menschen, die leicht zwischen beiden Seiten pendeln, und Dörfer, die sich über die Grenze verteilen, als wäre sie nie da.
Die Grenze hat etwa 60 Straßenübergänge und 6 Eisenbahnstrecken, die eine freie Bewegung zwischen den beiden Ländern ermöglichen. Unter den Schengen-Bestimmungen können Reisende ohne Grenzkontrollen überqueren, was das Reisen in der Region sehr erleichtert.
Ein Abschnitt der Seegrenze in der Emsmündung bleibt zwischen den beiden Ländern umstritten. Statt eine klare Aufteilung vorzunehmen, einigten sich Deutschland und die Niederlande darauf, die umstrittenen Gewässer gemeinsam zu verwalten.
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