Oflag X-C, Militärisches Gefangenenlager in Lübeck, Deutschland.
Oflag X-C war ein deutsches Kriegsgefangenenlager für Offiziere, das sich an der Kreuzung von Friedhofsallee und Vorwerkstrasse im Bereich des Schwartau-Distrikts von Lübeck befand. Die Einrichtung diente als Zweiteilung für mehrere tausend alliierte Offiziere während des Zweiten Weltkriegs.
Das Lager wurde etabliert, um französische Offiziere nach dem Feldzug von 1940 aufzunehmen, und erweiterte sich später um britische und Commonwealth-Offiziere aus Nordafrika ab 1941. Es blieb bis Mai 1945 in Betrieb, als britische Streitkräfte eintrafen und die Befreiung der Gefangenen einleiteten.
Der Ort zog Offiziere aus vielen Ländern an und schuf einen Ort der Begegnung zwischen französischen, britischen, polnischen und anderen alliierten Soldaten. Diese Vielfalt prägte das tägliche Leben im Lager und die Beziehungen zwischen den Gefangenen.
Der Ort liegt in einem ruhigen Wohngebiet und ist heute hauptsächlich durch ein Denkmal gekennzeichnet, da das ursprüngliche Lagergelände bebaut wurde. Besucher können die Gegend zu Fuß erkunden und das Gedenkzeichen besichtigen, das an die Geschichte des Ortes erinnert.
Unter den Insassen befanden sich bemerkenswerte Persönlichkeiten wie der französische Theologe Yves Congar und Robert Blum, Sohn des französischen Politikers Léon Blum. Ihre Präsenz zeigt, dass das Lager nicht nur einfache Soldaten, sondern auch Intellektuelle und Angehörige bekannter Familien beherbergte.
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