Gnadenkirche, Orthodoxe Kirche in St. Pauli, Hamburg, Deutschland.
Die Gnadenkirche St. Pauli ist eine russisch-orthodoxe Kirche im Hamburger Stadtteil St. Pauli, ursprünglich als lutherische Kirche erbaut. Ihr Äußeres wird von einem wuchtigen achteckigen Turm mit kapellenartigen Anbauten und Querschiffen dominiert, und seit 2007 krönen fünf Zwiebeltürmchen mit orthodoxen Kreuzen das Dach. Der Innenraum ist um ein Achteck mit elliptischer Hauptachse in Nord-Süd-Richtung gegliedert.
Das Gotteshaus entstand 1906 als lutherische Kirche nach Plänen des Architekten Fernando Lorenzen. Erst im Jahr 2004 wurde es der russisch-orthodoxen Gemeinde gewidmet und erhielt damit eine völlig neue Bestimmung.
Die Ikonostase enthält drei von der Russisch-Orthodoxen Kirche verehrte Heilige mit Bezug zu Deutschland: Prokop von Ustjug, Elisabeth und Ansgar, den Missionserzbischof von Hamburg. Die Ikonen sind in einer heute seltenen Technik auf Stein gemalt. Die im Januar 2001 gegründete Gemeinde wählte Johannes von Kronstadt wegen der Verbindungen Hamburgs zu Sankt Petersburg.
Die Kirche steht auf einer Verkehrsinsel zwischen Straßen nahe dem Justizforum und dem Gefängnis Holstenglacis; der Zugang erfolgt über Fußgängerüberwege. Der Innenraum wurde für den orthodoxen Gottesdienst umgestaltet: Bänke stehen an den Wänden, die Kanzel links der Ikonostase. Die nächste U-Bahn-Station ist St. Pauli an der Linie U3.
Die Ikonostase enthält drei von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochene Vertreter mit Bezug zum deutschen Kulturraum: den Hl. Prokop von Ustjug, die Hl. Elisabeth und den Hl. Ansgar, den 865 gestorbenen Missionserzbischof von Hamburg. Die Ikonen sind in der heute seltenen Technik der Malerei auf Stein ausgeführt.
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