Heimat- und Uhrenmuseum Schwenningen, Heimat- und Uhrenmuseum in Schwenningen, Deutschland.
Das Heimat- und Uhrenmuseum Schwenningen ist ein Heimat- und Technikmuseum in einem Fachwerkbau aus dem frühen 18. Jahrhundert, der ursprünglich als Wohnhaus eines Lehrers im Zentrum Schwenningens diente. Das Gebäude beherbergt Ausstellungen zur lokalen Geschichte und zur Uhrenfertigung, für die die Stadt bekannt war.
Das Museum wurde 1931 gegründet und zeigt archäologische Funde aus alamannischen Gräberfeldern aus dem 6. und 7. Jahrhundert in der Nähe der Neckarquelle. Diese frühen Siedlungsbelege dokumentieren, wie lange die Region bereits besiedelt war, bevor sie sich später zur Uhrenstadt entwickelte.
Die Bauernstuben im ersten Obergeschoss wurden in den 1930er-Jahren eingerichtet, nicht im 18. oder 19. Jahrhundert. Sie zeigen die Lebensbedingungen in Schwenningen im 19. Jahrhundert und die Sehnsucht nach bäuerlicher Idylle in einer Zeit rasanter Urbanisierung und Industrialisierung.
Das Museum ist nur am zweiten Sonntag jeden Monats von 14:30 bis 17:00 Uhr geöffnet, mit geführten Rundgängen um 15:00 und 16:00 Uhr zu verschiedenen Themen. Besucher sollten vorher prüfen, ob der geplante Sonntag in den Öffnungskalender fällt.
Die Hellmut-Kienzle-Uhrensammlung wurde im Februar 1961 eröffnet und vereint hochwertige Uhren des 16. bis 19. Jahrhunderts, die der Uhrenfabrikant Hellmut Kienzle in den 50er- und 60er-Jahren zusammentrug. Die Exponate stammen aus allen bedeutenden deutschen Uhrmacherzentren und werden in unterschiedliche kulturhistorische Zusammenhänge gestellt, von der Metaphorisierung des Uhrwerks zur Erklärung der Funktionsweise der Welt, des Staates und des menschlichen Körpers bis zu Fälschungen und Sammleranfertigungen.
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