Dorfkirche Benthen, Lutherische Kirche in Werder, Deutschland.
Die Kirche in Benthen ist ein um 1250 begonnener romanischer Bau aus Feldstein und Backstein. Der 22 Meter hohe Westturm hat ein Feldsteinuntergeschoss und ein 1776 in Backstein aufgemauertes Obergeschoss, das von einem Zeltdach bekrönt wird. Das Langhaus besteht aus Feldstein mit steilem Ziegeldach und rundbogigen Fenstern, und die Backsteinapsis schließt den Chor im Osten.
Bischof Hermann von Schwerin weihte die Kirche zu Benthen am 5. Juli 1267 zu Ehren des Apostels Matthias sowie der Heiligen Florentius und Cassius; erhalten ist der Vorgang nur in einer Abschrift von 1573 durch Pfarrer Thomas Tideus, der den Zettel eingemauert im Altar fand. Dendrochronologisch wird der Chor auf 1250 bis 1260 datiert, das Dachtragwerk mit Ankerholz für den verlorenen Kaiserstiel der Apsis auf 1375. Das Feldsteinuntergeschoss des Westturms entstand um 1300, das obere Backsteingeschoss 1776. Im Mai 1974 stürzten Teile des Dachstuhls und der Giebel des Langhauses ein; nach dem Dachneubau wurde die Kirche zum 3. Advent 1979 wieder genutzt und am 11. Mai 1980 geweiht.
Das Gotteshaus prägt das religiöse Leben der Gemeinde und dient als Treffpunkt für die Einwohner bei Gottesdiensten und Festen. Hier erleben Besucher, wie der lutherische Glaube bis heute in diesem Dorf lebendig ist.
Das Gebäude ist leicht zugänglich und lädt Besucher ein, die mittelalterliche Architektur zu erkunden. Am besten besucht man es tagsüber, um die Details der Feldsteinmauern in gutem Licht sehen zu können.
Auf dem Turmboden steht noch ein altes Uhrwerk, obwohl außen kein Zifferblatt erhalten ist; daneben hängen drei Ehrentafeln für die im Krieg gefallenen Benthener, darunter ein Verzeichnis der decorirten Veteranen der Gemeinde aus den Feldzügen 1808–1815.
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