St. Ulrich und Afra, Katholische Basilika in Augsburg, Deutschland.
Die Ulrichskirche und die Afrakirche bilden zusammen eine gotische Basilika im Zentrum Augsburgs, die sich über etwa 93 Meter erstreckt und etwa 30 Meter hoch aufragt. Die beiden verbundenen Kirchenräume sind durch eine markante Architektur mit Spitzbögen und einem Zwiebeldach geprägt.
Der Ort entstand aus dem Grab der heiligen Afra, die 304 den Märtyrertod erlitt, und stand ab 1012 unter der Obhut eines Benediktinerklosters. Die heutige spätgotische Kirche wurde 1467 unter Abt Melchior von Stammheim begonnen, von Valentin Kindlin und Burkhart Engelberg fortgeführt und 1607 geweiht. 1802 wurde das Kloster in der Säkularisation aufgehoben, 1810 die Kirche zur Stadtpfarrkirche umgewidmet.
Die beiden Heiligen Ulrich und Afra sind Schutzpatrone Augsburgs und ihre Verehrung prägt die Identität dieser Kirche bis heute. Die Gläubigen kommen hierher, um vor ihren Gräbern zu beten und ihre Verbindung zur Stadt zu ehren.
Die Kirche ist für Besucher zugänglich und bietet einen ruhigen Ort zum Verweilen und Besichtigen der Innenräume. Die beste Zeit für einen Besuch ist tagsüber unter der Woche, wenn weniger Menschenmengen anwesend sind.
Am 31. Mai 1653 wurde Ferdinand IV. in der Sakristei zum römisch-deutschen König proklamiert, am 24. Januar 1690 folgte Joseph I. Die Kirche war damit Schauplatz zweier Königswahlen, was man bei einer Stadtpfarrbasilika selten vermutet.
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