Schloss Pfersee, Mittelalterliches Schloss im Stadtteil Pfersee, Deutschland
Schloss Pfersee ist ein mehrstöckiges Schloss mit vier runden Ecktürmen und Satteldächern, das durch einen markanten runden Turm an seiner Westseite geprägt wird. Das Gebäude beherbergt heute Arztpraxen und Büroräume und bleibt dadurch lebendig in Nutzung.
Das Gelände war ursprünglich unter dem Namen Hermannsburg bekannt und war mit einem Raubritter namens Schröck von Phersee verbunden, der in der Gegend Angst verbreitete. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Anwesen mehrmals umgestaltet und schließlich von der Familie von Spruner übernommen.
Der Gewölbesaal zeigt prächtige Rippengewölbe mit Rosenmuster aus der Zeit um 1600 und demonstriert die Handwerkskunst der Renaissance in dieser Region. Die Räume erzählen durch ihre architektonischen Details von den künstlerischen Fähigkeiten früherer Bewohner.
Das unter Denkmalschutz stehende Schloss ist von außen sichtbar, kann aber wegen der heute dort untergebrachten Praxen und Büros nicht betreten werden. Besucher können die Architektur von außen bewundern und das Wappenschild der Familie von Spruner am Portal betrachten.
Das Schloss enthielt historisch eine Kneipe, in der sich der Dichter Bertolt Brecht traf, was dem Ort eine literarische Verbindung gab. Diese kulturelle Episode hat sich in den Erinnerungen der lokalen Gemeinschaft bewahrt.
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