Kapernaumkirche, Lutherische Kirche in Horn, Hamburg, Deutschland
Die Kapernaumkirche ist eine modernistische Kirche im Hamburger Stadtteil Horn, die 1961 nach dem Entwurf des Architekten Otto Kindt erbaut wurde und einen markanten Glockenturm besitzt. Zum ursprünglichen Komplex gehörten neben dem Hauptgebäude auch ein Gemeindehaus, zwei Pfarrhäuser und ein Kindergarten.
Das Gebäude entstand 1961, um die wachsende lutherische Gemeinde im Stadtteil Horn zu versorgen, und war ein Beispiel für die Kirchenarchitektur der Nachkriegszeit in Deutschland. In den 1960er Jahren erlangte die Gemeinde überregionale Bekanntheit, als sie zeitgenössische Gottesdienstformen und künstlerische Ausdrucksweisen in ihr Gemeindeleben aufnahm.
Der Name Kapernaum stammt aus der Bibel und bezieht sich auf die Stadt am See Genezareth, in der Jesus lehrte und heilte. Wer das Gebäude heute besucht, erlebt es als Moschee, in der muslimische Gemeinschaft gepflegt wird.
Das Gebäude ist von der Straße gut sichtbar und leicht zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Stadtteil Horn zu erreichen. Da es heute als Moschee genutzt wird, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die Öffnungszeiten und Besucherregeln zu erfragen.
Obwohl das Gebäude ursprünglich als lutherische Kirche errichtet wurde, dient es seit 2012 als Masjid al-Nour und ist damit eine der seltenen Moscheen Hamburgs, die in einem Kirchenbau untergebracht sind. Der Glockenturm ist nach wie vor eines der auffälligsten Elemente des Bauwerks und prägt das Bild des Komplexes, auch ohne seine ursprüngliche Funktion.
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