Antoniter-Museum, Museum im ehemaligen Antoniterkloster in Memmingen
Das Antoniter-Museum ist ein Heimatmuseum in einem Gebaude aus dem 15. Jahrhundert in Memmingen, das ehemals als Ordensspital diente. Das Haus zeigt heute Ausstellungen zur Geschichte der Antoniter, ihren Heilmethoden, archaologischen Funden aus dem Alltag und Werken der Kunstlerfamilie Strigel.
Der Antoniterorden wurde 1247 gegrundet, um Menschen mit einer Krankheit namens Mutterkornbrand zu versorgen, die durch verseuchtes Getreide entstand. Memmingen wurde zur ersten deutschen Niederlassung des Ordens und blieb bis zur Reformation im 16. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum.
Das Museum zeigt, wie der Antoniterorden über Jahrhunderte hinweg im Leben der Stadt Memmingen verankert war und Menschen mit schweren Krankheiten versorgte. Die Verehrung des Heiligen Antonius und der Glaube an göttliche Heilung prägten damals das Zusammenleben und die Solidarität mit den Kranken.
Das Museum befindet sich in einem historischen Gebaude mit original bewahrten Raumen aus dem Mittelalter, das besichtigt werden kann und mehrere Ausstellungsbereiche enthalt. Besucher sollten ausreichend Zeit einplanen, um die verschiedenen Raume, die Kapelle und die Kunstwerke in aller Ruhe zu erkunden.
Das Museum erzahlt von einer seltenen mittelalterlichen Krankheit namens Mutterkornbrand, die durch verseuchtes Getreide entstand und zu extremen Schmerzen fuhrte, weshalb Menschen lange Pilgerreisen unternahmen, um Heilung zu suchen. Die Antoniter entwickelten spezielle Behandlungen mit Kraeutern und ein ganzes Ordenssystem um diese Krankheit zu bekaempfen, was in dieser Form sonst kaum dokumentiert ist.
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