Schloss Schillingsfürst, Barockschloss in Schillingsfürst, Deutschland
Schloss Schillingsfürst ist eine dreigeschossige Dreiflügelanlage mit Ehrenhof, 1705–1740 im Wesentlichen nach Plänen von Louis Remy de la Fosse für Philipp Ernst zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst erbaut. Sie liegt auf einem nach Westen gerichteten Bergsporn, ist durch zwei Halsgräben abgetrennt und über eine fünfbogige innere und eine einbogige äußere Quaderbrücke erreichbar. Hellgelbe Fassaden mit rotbraunen Fensterrahmungen umschließen einen rechteckigen, an der Frontseite offenen Hof.
Der Palast wurde 1750 von Architekt Louis Remy de la Fosse entworfen und ersetzte frühere Burgen, die in Kriegen zerstört worden waren. Der Neubau entstand nach Kämpfen, die die Region über Jahrzehnte erschüttert hatten.
Der Name Schillingsfürst erscheint um das Jahr 1000 als „Xillingesfirst“ in der Burgbernheimer Wildbannurkunde, das Geschlecht der Herren von Schillingsfürst ist 1129 urkundlich belegt. Bereits 1262 gehörte der Besitz den Hohenlohe, deren Linie Schillingsfürst das Schloss mit Land- und Forstgut noch heute besitzt, seit 2005 Constantin Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Fürst Chlodwig (1819–1901) war von 1866 bis 1870 bayerischer Ministerpräsident und von 1894 bis 1900 Reichskanzler.
Der Besuch erfolgt am besten als Rundgang mit sachkundiger Führung, die Zugang zu den Räumen ermöglicht. In den wärmeren Monaten sollte man Zeit für den Außenbereich einplanen, wo man die Lage auf dem Hügel vollständig erfasst.
Das Schloss liegt auf einem nach Westen gerichteten Bergsporn, den zwei Halsgräben vom Hinterland trennen; die zugehörigen Wälle sind verschwunden. Erhalten sind die Grabenbrücken: die äußere einbogige Quaderbrücke und die innere fünfbogige, beide wohl aus dem 18. Jahrhundert. Das Schloss mit Land- und Forstgut blieb im Besitz der Familie Hohenlohe-Schillingsfürst, seit 2005 von Constantin Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.360 Mitwirkenden weltweit.