St. Johannis, Pfarrkirche in Schweinfurt, Deutschland
St. Johannis steht am Martin-Luther-Platz nördlich des Schweinfurter Marktplatzes. Die Südseite beherrscht die Giebelwand eines zweischiffigen Querhauses aus fränkischem Sandstein mit dem spätromanischen Brautportal, dessen Bogenkehlen Drachen und Löwen zeigen; zwei achteckige Türme mit glockenförmigen Hauben rahmen die Fassade, dahinter erhebt sich ein höherer quadratischer Turm mit grünem Kuppelhelm. Im Inneren tragen helle Säulen Spitzbögen und Kreuzrippengewölbe über Holzbänken und einem vergoldeten Altar.
St. Johannis geht auf das späte 12. Jahrhundert zurück; der Nordturm war 1237 vollendet, das Brautportal folgte 1240. 1325 erstmals als Pfarrkirche urkundlich erwähnt, stand der Bau 1360 in seiner ersten Form. 1542 wurde die Reformation eingeführt; nach schweren Schäden im Zweiten Markgrafenkrieg 1554 erfolgte ab 1555 der Wiederaufbau.
Die Kirche ist dem Evangelisten Johannes und Johannes dem Täufer geweiht. Im Herrenchor hängt das Schweinfurter Konfessionsbild, das älteste Konfessionsbild Süddeutschlands. Das spätromanische Brautportal auf der Südseite, mit Drachen, die mit Löwen ringen, gilt seit Langem als Wahrzeichen der Stadt.
St. Johannis steht auf dem Martin-Luther-Platz, einem erhöhten Platz unmittelbar nördlich des Schweinfurter Marktplatzes. Haupteingang ist das Westportal; an der Südseite liegt das spätromanische Brautportal, dessen Tympanon zerstört ist und dessen Bogenkehlen Drachen zeigen, die mit Löwen ringen. Als aktive Pfarrkirche besucht man sie am besten außerhalb der Gottesdienste.
Das Brautportal an der Südseite, um 1240 von einem unbekannten Meister geschaffen, zeigt spätromanisches Rankenwerk und in den Bogenkehlen Drachen, die mit Löwen ringen; das Tympanon ist zerstört. Die Figur Johannes des Täufers rechts stammt wohl aus dem 14. Jahrhundert, die Säulen und die Figur des Apostels Johannes links ergänzte Joseph Metzger 1891 in neugotischer Form.
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